HistAK Neumarkt
Historischer Arbeitskreis Neumarkter Hochtal


BURGEN

Steinschloß

Steinschloß

Geschichte: Die Burgruine „Steinschloß“ ist die höchstgelegene Burg der Steiermark und zählt in seiner Art zu den eindrucksvollsten Anlagen Mitteleuropas. Die erste Burg, eine Gründung der Eppensteiner, wurde im späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert erbaut. 1503 kam es zum Zwangsverkauf an das Stift St. Lambrecht. Nach der Aufhebung des Stiftes durch den Reformkaiser Joseph II. verfiel die Festung nach Brandzerstörungen zur Ruine.

Heute: 2001 begann der Burgverein Steinschloß mit Begleitung der Forschungsgruppe FIALE mit Grabungs- und Sanierungsarbeiten, um den Baubestand zu erhalten. Im Bereich der Kernburg wurden 2003 in einer Brandschicht Keramikreste aus der späten Bronzezeit (Urnenfelderkultur) bzw. aus der Hallstattzeit gefunden. Wahrscheinlich befand sich auf dem Felsen schon vor mehr als 3.000 Jahren ein Brandopferplatz. Von archäologischer Seite steht die Ausgrabung des Brunnens in der unteren Hauptburg auf dem Plan. Die Burgruine ist heute ein beliebest Ausflugsziel und besonderer Veranstaltungsort

Führungen / Kontakt: Nach Vereinbarung mit Herrn Werner Fest 0664 94 80 134 oder Herrn Günter Sperl / 0664 39 22 953 / www.steinschloss.region-murtal.at

Forchtenstein

Forchtenstein

Geschichte: Um 1100 dürfte die Burg Graslupp ( Forchtenstein) vom Salzburger Erzbischof errichtet worden sein. Ab dem 16. Jhdt. setzt sich der Name Forchtenberg bzw. Forchtenstein durch. Verwaltet wurde die Burg durch Burggrafen bzw. Pfleger, welche meist Adelige aus der Umgebung waren (Teufenbach, Saurau). Im Jahre 1856 gelangte die Burg in den Besitz des Barons Dickmann-Secherau. 1884 wurde die Burg zu einer Fremdenpension umgebaut und 1907 an den Grafen von Starhemberg verkauft. 1957 übernahmen die Europäischen Föderalisten das Schloss Forchtenstein als erstes österreichische Europahaus.

Heute: Obwohl es viele interessante Funde wie z.B. einen bronzenen Eber aus dem Umkreis der Burg gibt, wurde diese seit Anfang des 20. Jahrhunderts archäologisch nicht näher betrachtet. Jüngste Funde des Vereines vom Burgberg und Luftaufnahmen aus dem Jahr 2013 geben Hinweise auf eine bronzezeitliche- bzw. frühe eisenzeitliche Siedlung. Im März 2018 wurde die Burg Forchtenstein in die gemeinnützige Stiftung EYFON eingebracht, die als Erhalter des Hauses Mittel für notwendige Bauvorhaben und Sanierungen zur Verfügung stellen wird.

Führungen / Kontakt: EYFON European Youth Forum Neumarkt E-Mail: office@eyfon.at / www.eyfon.at

Dürnstein

Dürnstein

Geschichte: Im Jahr 1144 wird die Burg erstmals als castrum Dierenstein urkundlich erwähnt. Sie war der Sitz des Geschlechts der Dürnsteiner, welches 1192 erlosch. Nach dem Aussterben der Dürnsteiner gelangte die Burg in den Besitz der Wildoner; deren auf Dürnstein sitzender Zweig nannte sich nach der Burg. In weiterer Folge wurde die Burg 1299 von den Landesfürsten erworben und blieb bis 1608 in deren Besitz. Um 1500 erhielt die Burg eine Wasserleitung. Die Burg verfiel ab Ende des 16. Jahrhunderts und wurde 1610 verlassen. 1809 verwendeten österreichische Truppen die Ruinen als Deckung gegen die anrückenden Franzosen.

Heute: Das strategisch wichtige Areal rund um die Burg Dürnstein am engsten Durchlass in das Graslupptal, dürfte schon sehr früh besiedelt gewesen sein. Wälle, Terrassen und Mauern hinter der Burg, sowie Streufunde deuten auf eine eisenzeitliche Siedlung hin. Die Feste Dürnstein ist von Anfang April bis Mitte November geöffnet und allgemein zugänglich. Darüber hinaus kann man die Burg für Festlichkeiten aller Art mieten.

Führungen / Kontakt: Burgverein Dürnstein: Christine Kneisl Tel.: 0664 /38 58 692 / www.burgduernstein.at